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Felix Mendelssohn Bartholdy: ELIAS op.70

Kategorie: Stiftung Johann Sebastian, Veranstaltung, Kirchenmusik
Startdatum: Samstag, 16. November 2019, 19:00 Uhr
Ort: St. Katharinen

Katherina Müller, Sopran
Frauke Willimzcik, Alt
Christian Zenker, Tenor
Jonathan de la Paz Zaens, Bass

Kantorei St. Katharinen
Symphoniker Hamburg

Leitung: Andreas Fischer

Preise B | Preisübersicht

Einführungsvortrag mit Andreas Fischer am 3. November 12.45 – 13.30 Uhr im Chorsaal.

 

 

Im Abstand von 10 Jahren vollendete Felix Mendelssohn Bartholdy seine beiden Oratorien PAULUS (1836) und ELIAS (1846). Einer bedeutenden jüdischen Familie entstammend – sein Großvater war der berühmte Philosoph Moses Mendelssohn – ließen Mendelssohns Eltern ihre Kinder christlich taufen. Felix setzte sich mit beiden Religionstraditionen lebenslang auseinander, was sich auch in der Wahl der beiden Oratorienstoffe aus dem Neuen (PAULUS) und Alten (ELIAS) Testament widerspiegelt.
Kurz vor seinem Tod gelang Mendelssohn in der musikalischen Darstellung des Propheten ELIAS sein wohl bedeutendstes Werk. Vor allem die dramatischen Chöre, aber auch viele lyrische Arien und Ensemblestücke („Hebe deine Augen auf“, „Denn er hat seinen Engeln befohlen“) gehören zu seinen begnadetsten und bis heute auch  bekanntesten Eingebungen.
Mendelssohn zeichnet einerseits den Weg vom Polytheismus des Altertums hin zum Monotheismus des Juden- (und Christen-)tums, andererseits den inneren Weg des Propheten von offener Aggression über tiefe Verzweiflung hin zu verklärter Gottesschau. Am Ende öffnet sich der Ausblick auf den noch kommenden Christus. Ungeachtet der Versuche, Mendelssohn in der Zeit des Nationalsozialismus antisemitisch zu diffamieren und mit Aufführungsverboten zu belegen, haben gerade seine beiden Oratorien bis heute ihren festen Platz im internationalen Musikleben behauptet.