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Neue Töne: 70 Jahre Hamburger Bach-Preis (1950 – 2020)

Kategorie: Kirchenmusik, Veranstaltung, Stiftung Johann Sebastian
Startdatum: Sonntag, 6. September 2020, 18:00 Uhr
Ort: St. Katharinen

Orgelkonzertreihe mit Andreas Fischer

NEUE TÖNE - unter diesem Motto spielt Andreas Fischer zum Abschluss des Hamburger Orgelsommers Musik von J.S. Bach und Paul Hindemith. Letzterer wurde vor 125 Jahren geboren und war der erste Träger des Hamburger Bachpreises, der vor 70 Jahren gestiftet wurde und seit dem alle drei (seit 1975 vier) Jahre verliehen wird. Die Reihe mit Musik von Bach und weiteren Preisträgern wird fortgesetzt.

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Praeludium et Fuga in e BWV 533

Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 663

Sonata VI in G BWV 530

Paul Hindemith (1895-1963) , zum 125. Geburtsjahr
Hamburger Bachpreisträger 1951
Sonate III (über alte Volkslieder)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Praeludium et Fuga in e BWV 548



Paul Hindemith entstammt einer Arbeiterfamilie und zählt heute zu den wichtigsten deutschen Komponisten der klassischen Moderne. In seiner frühen Schaffensperiode schockierte er das klassische Konzertpublikum mit provozierend neuartigen Klängen, was ihm den Ruf eines „Bürgerschrecks“ einbrachte. Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einem Aufführungsverbot seiner Werke, auf das er schließlich mit Emigration reagierte, zunächst in die Schweiz, dann in die USA. Unterdessen entwickelte sich seine Kompositionsweise hin zu einem neoklassizistisch geprägten Stil, der sich auf neue Weise mit klassischen Formen wie Sinfonie, Sonate und Fuge auseinandersetzte. Dabei distanzierte er sich vom Geniekult der Romantik und stellte stattdessen die handwerklichen und sozialen Aspekte des Komponierens in den Vordergrund, die er in der Schaffung gediegener „Gebrauchsmusik“ verwirklicht sah. Sein Konzept einer freien Tonalität grenzt sich sowohl von der traditionellen Dur-Moll-Harmonik als auch von der atonalen Zwölftönigkeit Schönbergs ab. Hindemith verkörpert in besonderem Maße den Typ eines in Theorie und Praxis gleichermaßen versierten Universalmusikers. So verfügte er zum Beispiel über reiche Erfahrungen als Instrumentalmusiker und Dirigent.
Für Orgel schrieb Hindemith drei Sonaten sowie zwei Konzerte mit Orchester. Die 3. Sonate über alte Volkslieder entstand 1940. Im 1. Satz hört man die Liedmelodie zunächst im Bass, dann eine kleine Terz höher im Diskant. Der 2. (langsame Satz) führt die Melodie im Tenor, ebenso der Schlusssatz.

 

 

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