Konzert: So frewe dich!

Kategorie:   Kalender Veranstaltung Stiftung Johann Sebastian Kirchenmusik
Startdatum:  Sonntag, 04. September 2022, 18:00 Uhr
Ort:   St. Katharinen

Musik von Thomas Selle (1599–1663) aus der Handschrift Salzwedel

The Muses’ Fellows
Anne Schneider – Sopran
Stephan Scherpe, Alexander Tremmel – Tenor
Sönke Tams Freier – Bass
Mariana Gomes – Sopran, Violine
Adriano Trarbach – Blockflöte, Violoncello
Mitglieder der Kantorei St. Katharinen
Ltg. Monika Mandelartz – Harfe

 


Eintritt: 20 € (erm. 10 €),  zzgl. Vorverkaufsgebühr


Karten an der Abendkasse, im Kirchenbüro nach telefonischer Voranmeldung (montags und donnerstags, 10 – 12 Uhr: 040/30 37 47 40) sowie an allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen sowie online unter  https://katharinenkirche.reservix.de
 


So frewe dich, thu was dein hertz lüstet
und deinen augen gefellt,
lass die trawrigkeit aus deinem hertzen,
und thu das böse von deinem leibe.

 

Genauso lebensfroh wie dieser von Thomas Selle vertonte Bibeltext ist auch seine Musik!
 
Schon zu seinen Lebzeiten wurde Thomas Selle im gleichen Atemzug mit Heinrich Schütz genannt.
Thomas Selle stammt aus Zörbig im heutigen Sachsen-Anhalt und hatte später eine der bedeutendsten Stellen im gesamten Norddeutschen Raum inne: als Kirchenmusikdirektor in Hamburg war er Chef über fünf Hauptkirchen, reformierte die dortige Kirchenmusik und brachte sie zu neuer Blüte.

 

Monika Mandelartz hat sich in intensiver Arbeit ans Quellenstudium seiner frühen Handschriften aus der Kirchenbibliothek Salzwedel gemacht, diese gesichtet und eingerichtet. Die darin enthaltenen Kompositionen aus Selles jungen Jahren (bis ca. 1634) zeichnen Selles Weg vom Studenten zum Kirchenmusiker nach. Vor allem jedoch sticht in diesen frühen Kompositionen Selles jugendlicher Geist und seine Experimentierfreude hervor. Diese Bücher aus Selles eigenem, offenbar häufigem Gebrauch, geben uns mit seinen eigenhändigen Streichungen, Korrekturen und etlichen Notizen wichtige Hinweise zur Aufführungspraxis.
Die neu entdeckten Kompositionen bereichern das Repertoire sowohl mit weltlicher als auch mit geistlicher Musik und belegen eindrücklich, dass Selle neben Schütz, Schein und Scheidt zu den Großen seiner Zeit zählte.